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Bücher

Und plötzlich war ich sie

Cover-Bild von "Und plötzlich war ich sie"

Aus dem Leben mit einem Piloten

„Und plötzlich war ich sie“ ist das zweite Buch aus der autobiographischen „Und plötzlich war ich“-Serie. Es erzählt meine Geschichte weiter, wo das letzte Buch aufgehört hat. Einerseits ist es ähnlich, andererseits das komplette Gegenteil vom ersten. Ich schreibe immer noch in meinem gewohnt leichten Stil aber die Materie ist deutlich tiefgründiger. „Und plötzlich war ich sie“ ist ein experimentelles Buches, indem ich zwei Kategorien vermische: Tragödie und Komödie. Nach Aristoteles ist die Definition ja wie folgt:

Komödie

Die Komödie zeigt auf der Bühne menschliches Handeln aus schlechten Motiven und dessen Scheitern. Indem die schlecht handelnden Menschen dabei der Lächerlichkeit preisgegeben werden, während das gesamte Geschehen zu einem guten Ende führt, wirkt die Komödie sittlich. Denn die Zuschauer werden angehalten, in ihrem eigenen Handeln fortan “alle Arten des Lächerlichen zu vermeiden suchen”, so der Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing (Lessing, in einem Brief an Friedrich Nicolai, November 1756).

[Quelle: br.de]

Tragödie

Im Zentrum der Tragödie steht demgegenüber ein Mensch mit edlem Charakter, der trotz bester Motive unverschuldet in Konflikte gerät, die zu seinem Untergang führen. Die Zuschauer sollen durch das tragische Scheitern des Helden bzw. der Heldin moralisch ‘gebessert’ werden. Grundlage hierfür ist ihre emotionale Erschütterung. Jammern ( eleos ) und Schaudern ( phobos ) sind nach Aristoteles die Grundlage, um eine Reinigung der Seele ( katharsis ) herbeizuführen. Die kathartische Funktion der Tragödie begründet nach Aristoteles ihren – im Vergleich zur Komödie – höheren Rang als dramatische Form. Dieser steht auch für Lessing außer Frage, allerdings stellt er der seelischen Erschütterung die vermittels der Tragödie verstärkte Fähigkeit zum Mitleiden und Mitfühlen zur Seite.

[Quelle: br.de]

Nun, meine Geschichte hat sowohl schlecht handelnde Menschen, die der Lächerlichkeit preisgegeben werden, als auch einen edlen Charakter, der trotz bester Motive unverschuldet in Konflikte gerät. So unglaublich ihr es beim Lesen finden werdet, auch in diesem Buch ist alles wahr, was ich beschreibe. Einige Verhaltensweisen sind geradezu absurd und ich würde sie vermutlich selbst nicht für wahr halten, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Aber sie sind es.

Dieses Buch enthält viel Zündstoff: Gender und Vorurteile, Rassenkonflikte, Kaltblütigkeit und Intrigen, schwarze Magie bzw. der Glaube daran, psychische Erkrankungen und gleich mehrere Sorgerechtstreits, die wie ein dunkler Schatten über unschuldigen Kindern schweben.

Erste Ratschläge bei Gespräche über mein Buch waren daher immer, es komplett als Tragödie zu schreiben. Das will ich aber nicht, da ich eine wahre Geschichte erzähle und die Realität nun mal nicht in Kategorien einzuteilen ist. Auch das wahre Leben ist zugleich Tragödie und Komödie und genau deshalb so lebenswert.

Wie seht ihr das? Kann so ein Buch funktionieren?

P.S. Dieses Buch ist noch nicht abgeschlossen. Der Fortschritt könnt ihr auf Wattpad verfolgen.